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Loveparade endet in Katastrophe

Konzerte | 26.07.2010 08:17 | Kommentare (0) | 278 mal gelesen
Die Loveparade in Duisburg sollte ein fröhliches Fest (der Liebe) werden und endete mit 19 Toten und mehr als 350 Verletzten.

Bereits um 11.30 ist der Andrang so groß, das die ersten Besucher umkippen. Alles wird durch einen Tunnel geschleust, der nur 16 Meter breit (und 120 Meter lang) war.
Zusätzlich wurde jeder Besucher von Sicherheitsleuten durchsucht. Man brauchte für 20 Meter 90 Minuten.

Durch die Enge, das langsame Vorankommen und die mittlerweile heiße Sonne werden die Leute unruhig. Toiletten und Getränke in diesem Bereich sind nicht vorhanden.

Das Partygelände soll für angeblich 500.000 Besucher reichen (bei 120.000 qm erscheint mir diese Zahl allerdings etwas hoch = 4 Besucher je qm).

Gegen 15:30 beginnt es dramatisch zu werden, weil Besucher gehen wollen und durch die "Wand" der neuen Besucher nicht rauskommen.
Zumal sollen einige Gäste vom Gehen abgehalten worden sein, weil man den Rekord (offenbar Besucherrekord) knacken wolle.

Um 15:50 gerät die Situation außer Kontrolle. Bauzäune werden überrannt und die Besucher flüchten die Böschung hinauf. Durch den Tunnel drängen sich immer mehr neue Besucher, die bei der Party dabei sein wollen.



Um 16:50 ist das Gelände randvoll und trotzdem strömen vom Bahnhof her immer mehr Leute.

Gegen 17:10 stoppt die Bahn den Zugverkehr und es werden Notausgänge geöffnet. Die Besucher rennen auf die Gleise.



Um 17:21 gibt man Großarlarm und hat schon 16 Tote, die überrannt worden oder erstickt sind.

Zu diesem Zeitpunkt etwa gibt Adolf Sauerland als Oberbürgermeister von Duisburg und erzählt stolz von 1,4 Millionen Besucher die erwartet werden (obwohl die Anlage nur 500.000 Besucher aufnehmen kann???). Er ahnt nicht was draussen los ist.
Das Handynetz ist zeitweise zusammengebrochen.



Um 18:30 wird der Tunnel von der Polizei geräumt und man findet persönliche Gegenstände wie Handies, Brillen, Kleidung und Verletzte und Leichen.

Hubschrauber landen auf der (mittlerweile) gesperrten A59 um die Verletzten abzuholen.

Um 0:30 tanzen und feiern 1500 Raver, obwohl denen bekannt ist was vorgefallen war. Man sei ja schließlich von weit her gekommen.

Der Verantworlichen sind sich zumindest in einer Sache einig. Das ALLES richtig gemacht wurde. Der Platz war von allen als genügend eingestuft worden.
Jetzt versuchen diese Herren den eigenen Arsch zu retten.

Es stellt sich aber die Frage, warum man ein in sich geschlossenes Gelände gewählt hat mit einem kleinen Tunnel. In Berlin konnte man wenigstens seitlich ausweichen.

Es wird sicher wieder so enden, das keiner zur Rechenschaft gezogen wird, weil die meisten Schuldigen beim Staat zu suchen sind.
Jede Disco, jedes Konzert, jede Firma muß in Deutschland Fluchtmöglichkeiten vorhalten.
DAS wurde hier ignoriert.



Und zum Finale der Geschmacklosigkeit entgleist Eva Herman mal wieder verbal, weil man sonst ja nichts mehr von ihr hört oder sieht.


Tags: loveparade, loveparade 2010, loveparade duisburg




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